Abendländische Weltanschauung

1. Das Zeitalter der Aufklärung

Die Aufklärung war im 18. Jhdt eine von England ausgehende Bewegung, die nach dem Sieg der mathematischen Naturwissenschaften über die Scholastik die Überzeugung von der Souveränität der Wissenschaft auf die gesellschaftlich-moralische Welt übertrug. Hierin lagen die Forderungen einer Unterordnung der Religiösität unter das vernünftige Denken und die Ideale eines unbeschränkten auf die rationalen Wissenschaften gestützten Fortschritts der Menschheit und der Freiheit des Indivuums.

Die Hauptvertreter waren in England Locke and Hume, in Frankreich Voltaire, in Deutschland Lessing, Mendelsohn, Kant usw, wurde also getragen von einigen philosophisch begabten Persönlichkeiten und Adeligen und ich (Erich) nehme an, daß das damalige Volk diese Schriften nicht alle so gut kannte, sodaß die Aufklärung mehr eine Angelegenheit der gebildeten Kreise war. Jedenfalls hat die Aufklärung nicht die französische Revolution hervorgerufen, ist ihr aber vorausgegangen.

The enlightenment was one, in the18th century, from England proceeding movement, which transfered, after the victory of the mathematic nature-sciences over the scholastic, the conviction of the souvereignty of the sciences to the societal-moral world. Herein lied the demands of a subordination of the religiousity under the reasonable thinking and the ideals of an unrestricted - on the rational sciences relying - progress of the mankind and the freedom of the individual.

2. Geschichte des Kirchenstaates

Seit dem 4. Jh. hatte die röm. Kirche durch zahlreiche Schenkungen Grundbesitz in Italien erhalten (Patrimonium Petri) und begründete ihren Anspruch auf eine unabhängige Landesherrschaft durch die (gefälschte) Urkunde Konstantins (Konstantinische Schenkung). Eine wohl zwischen 750 und 760 gefälschte Urkunde Konstantins des Großen, durch die er Papst Silvester I. die Stadt Rom und die W-Hälfte des römischen Reiches übertrug. Sie diente im Mittelalter zur Begründung der päpstlichen Ansprüche auf unabhängige Landesherrschaft. Schon in der Kanzlei Ottos III. angezweifelt, wurde die Konstantinische Schenkung 1440 durch den italien. Humanisten Lorenzo Valla als Fälschung erkannt. Bis auf den Dukat Rom (als byzantin. Verwaltungsbez.) hatte die Kirche im Kampf mit Byzanz und den Langobarden ihre Gebiete wieder eingebüßt. Der Frankenkönig Pippin übernahm die Schutzherrschaft über Rom, der für den Papst einen Krieg führte, als die Langobarden 753 in die Gebiete eindrangen, die der Papst im Auftrag des oströmischen Kaisers verwaltete. Als sie auch Rom belagerten suchte der Papst militärische Hilfe bei Pippin. Dieser besiegte die Langobarden und schenkte dem Papst die eroberten Gebiete. Ein eigener Kirchenstaat sollte den Päpsten die nötige politische und finanzielle Unabhängigkeit garantieren. Der Sohn Pippins, Karl der Große (742-814), König der Franken und römischer Kaiser, war ein eifriger Bewunderer der Schriften von Augustinus (354-430), einem christlichen Heiligen, die einen Gottesstaat beschrieben und so machte sich Karl der Große daran, einen solchen zu verwirklichen.Vom Kirchenstaat im staatsrechtlichen Sinn kann man erst sprechen, seitdem das Papsttum die (bis um 1200 vom Kaiser beanspruchte) Schutzherrschaft durch kirchl. Oberhohheit ablöste. Die größte Ausdehnung hatte der Kirchenstaat unter Papst Julius II. (1503-1513). Napoleon hatte den Kirchenstaat zuerst teilweise und dann im Jahre 1809 ganz aufgelöst und dem französischen Kaiserreich einverleibt, doch der Wiener Kongreß (1814) stellte ihn im alten Umfang wieder her, mit Ausnahme der Grafschaft Avignon, Venaissin und Teilen von Ferrara, die bei Frankreich blieben. Die Jahre des Kirchenstaates waren dennoch gezählt, denn am 20. Sept 1870 hörte er nach tausendjährigem Bestehen endgültig und für immer auf zu existieren. Er wurde Teil des neuen italienischen Königreiches. Der Kirchenstaat war eine zeitbedingte Notwendigkeit. Erst Papst Pius XI konnte am 11. Feb. 1929 auf ihn verzichten, als in den Lateranverträgen den Päpsten ein besserer Schutz für ihre Selbstständigkeit garantiert wurde.

Aus dem Lexikon für Theologie und Kirche gibt es eine Entstehungsgeschichte des Kirchenstaates

In der Bibliothek der Universität Wien gibt es ein zweibändiges Buch "Geschichte des Kirchenstaates" von Moritz Brosch, der zweite Band stammt aus dem Jahre 1882 und man kann daraus schliessen, daß seit damals kaum mehr etwas zu diesem Thema geschrieben wurde, obwohl der Kirchenstaat, zwar 1870 aufgelöst, aber doch bis 1929 weiter bestand und dann ein souveränes Territorium um Peterskirche und Vatikan als Symbol päpstlicher Unabhängigkeit geschaffen wurde. In der folgenden PDF-Datei ist ein 1+1/2 seitiger Auszug aus dem Kapitel "Die weltliche Papstherrschaft und die Spanier" aus einer Geschichte des Kirchenstaates, aus der Zeit um 1527 mit Kaiser Carl V. (1519-1556) und Papst Clemens VII. (1523-1534), welcher die damaligen Verhältnisse zeigt.

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Aus den Studien der Geschichte des Kirchenstaates ergibt sich, daß man die Erfahrungen, die die europäische Geschichte mit dem Kirchenstaat gemacht hat, nicht auf den islamischen Gottesstaat anwenden kann. In der "Geschichte des Kirchenstaates" von Moritz Brosch gibt es aber wohl ein Kapitel, in dem davon berichtet wird, daß der Kirchenstaat, wegen seiner überwiegenden Ausrichtung auf eine Staatsführung nach religiösen Grundsätzen, wirtschaftlich hinter anderen Regionen zurückbleibt, sodaß wegen der Unzufriedenheit der Bevölkerung immer wieder die Fürsten in den Kirchenstaat hineinregieren. Es ist, wie Jesus sagt: Sein Reich ist ewig, aber es ist nicht von dieser Welt.